Osterweiterung oder Eine andere Geschichte

vw1015Der Osten an sich ist schwer zugänglich. Er ist rechts vom Nabel der Welt, also rechts von uns …
Während die Wikinger eher nach links über ihren Tellerand Rand schielten, zog es uns schon immer nach rechts … Rechts und Links sind überall auf der Welt relative Orientierungshilfen. Bei uns in Europa sind es zudem politische Grundbegriffe. Das liegt an den Folgen der französischen Revolution. In der Nationalversammlung saßen die Linken eben links. Ob nun links von den Rechten oder eben links wenn man zur Tür reinkommt, weiß keiner mehr so genau. Jedenfalls waren die Rechten damals noch keine Nazis, sondern Royalisten. Aber das ist eine andere Geschichte. Weiterlesen „Osterweiterung oder Eine andere Geschichte“

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David Wonschewski

Zu Gast im August: David Wonschewski

David Wonschewski
David Wonschewski im Periplaneta Literaturcafé Berlin

Er ist gegenwärtig der Vorzeigeromancier des Periplaneta Verlags, äußerst umtriebig und vielschreibend. Mit „Zerteiltes Leid“ hat er kürzlich seinen zweiten Roman bei Periplaneta veröffentlicht und zuvor eine Kurzgeschichtensammlung „Geliebter Schmerz“

Was David Wonschewskis Werke eint, ist der überbordende Frohsinn und grenzenlose Euphorie, die sie verbreiten. David Wonschewski versteht es, der ewigen Miesepetrigkeit und der Dominanz von schweren, tragischen Themen auf Berlins Lesebühnen einen fluffig leichten und vor allem lustigen Kontrapunkt zu setzen. Und genau deshalb mögen wir ihn bei Vision und Wahn so sehr, dass wir ihn für den 3. August bereits zum dritten Mal eingeladen haben.

www.davidwonschewski.de

Lesebühne Vision und Wahn,
Mo. 03.08.2015 im Periplaneta Literaturcafé Berlin

Zu Gast im Juli: Guido Kreutzmüller

Im Juli wird Gitarrist und Sänger Guido Kreutzmüller unsere Lesebühne musikalisch bereichern. Zusammen mit Dave McGinty ist er auch als Duo The Say Highs unterwegs, wobei da auffällig ist, dass die Band mehr Herkunftsorte (3) als Mitglieder (2) hat. Gemeinsam machen sie großstadtkompatiblen Indie-Folk. Und da zwei Mitglieder einer Band nicht an drei Orten gleichzeitig sein können, singt und spielt er auch manchmal alleine. Wir freuen uns drauf.

Zu Gast im Juli: Konrad Endler

Zur Lesebühne Vision und Wahn im Juli begrüßen wir als Gast Konrad Endler.

Konrad Endler

Surfpoet und Texter aus dem Untergrund. Nicht, weil er den Erfolg nicht will, sondern weil der Mainstream Angst vor ihm hat. Ein verkanntes Superlativ. Das Entfant Terrible. Der Unberechenbare. Man weiß nicht, ob er die Welt retten will oder ob nicht längst alles zu spät ist. Seine Geschichten jedenfalls sind immer eine Reise wert. Und sie bilden immer eine Horde Fragezeichen in den Gedankenblasen über dem Publikum, was auch gern mal aus Verlegenheit lacht oder wenn es sich eigentlich angesprochen fühlen müsste … Konrad, der edle Endler, als der einzige verbliebene Autor aus der Berliner Literatenhochburg Weißensee, weil sich die anderen den Verbleib nicht mehr leisten konnten und deshalb nach Adlerzahn oder Marzhorst umgesiedelt wurden. Doch ihm, als den Fels in der Brandung, umgibt eine Aura von Alterslosigkeit, die man sonst nur von Psychopathen kennt. Jetzt ist sein neues Hörbuch „Mein Beitrag für die Weltrevolution“ erschienen.

Zu Gast im Mai: Günther Stolarz

 

Am 4.Mai wird uns als musikalischer Gast Günther Stolarz durch die Vision und Wahn begleiten! (Diese Formulierung ist durchaus OK, denn wir anderen Mitmachenden sind alle wirklich unmusikalisch).

Herr Stolarz erfüllt selbst größere Lokalitäten zumeist unversärkt mit Klavier und Stimme und balanciert dabei erfolgreich zwischen Wahnsinn und Genie. (Wer sich jetzt eine Seiltanznummer vorstellt, hat die Metapher nicht verstanden).

„Barrikadenhochkultur“ heißt sein Soloprogramm, das der große Mann im Frack in Teilen und in seiner Gänze derzeit auf den Kleinkunstbühnen dieser Welt einem staunendem Publikum entgegenschmettert. Bariton und Klavier. Zwischen Klassik und Kabarett. Zwischen grandios und krass. (Nein, nicht der Schriftsteller).

Zu erleben auf der Vision und Wahn-Lesebühne im Periplaneta Literaturcafé Berlin am 4. Mai ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehen.

Heiko Heller, Vers-Torben, Georg von Weihersberg (März 2015)

Lesebühne Vision und Wahn: Heiko HellerGleich drei Gäste werden uns im am 2.März 2015 unsere Lesebühne bereichern. Freut euch auf:

 

Heiko Heller

Weil das Thema „Eulen nach Athen“ ist, haben wir unseren Stammgast Heiko in seiner Funktion als Vater von Ringel und Rungel zum Vorlesen eingeladen. Heiko ist einer der größten und liebsten Menschen, die wir kennen. Geschätzte 2,20 Meter geballte Kulturkompetenz. Unermüdlich tigert er als kritischer Kulturuntertützer von Veranstaltung zu Veranstaltung, fördert und fordert junge und alte Talente der Berliner Kleinkunstszene.

Zur Vision und Wahn bringt er seit über einem Jahr nun beständig Kuchen mit und ist daher bei den umliegenden Gebäcktheken als Blechabräumer bekannt und gefürchtet. Auf offenen Bühnen und hin und wieder bei der Vision und Wahn meldet er sich mit eigenen Texten zu Wort und meistens gibt es deshalb dann ordentlich was zu denken und zu lachen.

Vers-Torben
vers-torben

Schon allein wegen des Künstlernamens dürfte er mitmachen. Egal was, ob singen oder sprechen. Dann kann er auch noch beides!  Er dürfte einigen als Vorband der Biertenöre in lauter Erinnerung sein. Natürlich ist die Herkunft bei einem Menschen, der eh ständig unterwegs ist, zweitrangig.

Aber vor einem Jahr hat Vers-Torben erfahren, dass es in diesem Land einen Ort gibt, wo man auch das ganze Jahr über auftreten kann, ohne ständig in der Gegend rumzufahren. Jetzt ist er Neuberliner und fällt auf diversen Kleinkunst- und Lesebühnen durch Höflichkeit und extrem gute Umgangsformen auf.

Georg von Weihersberg
Er war und ist immer noch unser Haus- und Hofpianist, auch wenn wir uns seine hohe Kunst nicht mehr so oft leisten können … Georg liebt Satie und die Musik einiger noch älterer Komponisten und spielt aber eigentlich immer nur, was ihm gerade einfällt. Damit verewigte er sich auf einer Reihe von Periplaneta Tonträgern.

Er begleitete erfolgreich Stummfilme und Kindertheater. Und mich. Mittlerweile wohnt er irgendwo im Speckgürtel Berlins, verprasst mit seinen Verehrerinnen den Gewinn aus unseren gemeinsamen erfolgreichen Lesereisen und bereitet sein Comeback vor.

Vision und Wahn 2014

Lesebühne Vision und Wahn 2014
Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und Thomas Manegold

Lesebühne Vision und Wahn 2014
Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und Thomas Manegold

Vision und Wahn 2013

Lesebühne Vision und Wahn im Jahre 2013
Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und ToM Manegold

Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und ToM Manegold

Georg Weisfeld ist Robert Rescue

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Außerordentlicher Gast bei Vision und Wahn im Dezember.

Weil Herr Rescue ja bekanntlich jedes Mal, wenn das Jahr zu Ende geht, gemeinsam mit den anderen Brauseboy exzessiv jahresrückblickt, begrüßen wir an seiner Stelle am 1.12. 2014 Georg Weisfeld von den Brutusmördern.

Georg Weisfeld ist Kabarettist, Slampoet, Comedian, Pantomime, Improvisationstheaterschauspieler und Akrobat in einer Person. (Prophet ist er zudem auch noch, allerdings immer nur Dienstags.) Da er als all das seit 1994 in Berlin auftritt, gilt er als Urgestein der Kleinkunsszene, auch wenn das wegen seiner offensichtlichen Alterslosigkeit ein irreführender Begriff ist.

Zu Gast im Dezember: Thias Bene und Louisa König

keinemaerchen169Thias Bene tritt zusammen mit Louisa König bei Vision und Wahn am 1.12. 2014 im Periplaneta Literaturcafé auf und kredenzt uns Auschnitte aus seinem Lesungsprogramm „Eines schönen Todes“.

Thias Bene wurde 1981 in Halle an der Saale geboren und wuchs dort umgeben von Neubaublöcken und Neonazis auf. Kurz vor den Abiturprüfungen schmiss er die Schule und ging nach Jena, um Punk zu werden und Drogen zu nehmen. Sein Geld verdiente er als Bauarbeiter, Lottoverkäufer und Erotikchat-Admin. Während seines Zivildienstes in Bremen lernte er die Deutsche Gebärdensprache. 2006 kam Thias Bene nach Berlin, wo er eigentlich nie hinwollte. Hier widmete er sich weiter sehr intensiv seinem selbstzerstörerischen Lebensstil.
2008 verfiel er einer ungleich gesünderen Lebensweise. Er arbeitete mit gehörlosen und geistig behinderten Menschen, für ein Berliner Musiklabel und leitete verschiedene Theaterprojekte.
Als er 2014 Periplaneta auf der Leipziger Buchmesse besuchte, wurde zu einer spontanen öffentlichen Lesung gezwungen und anschließend nicht ausgelacht. Was unter anderem zu seinem Debüt, der Nichtmärchensammlung “Eines schönen Todes” führte. Mit den Geschichten aus dem Buch erarbeitete sich Thias Bene zusammen mit der Pianistin Louisa König ein Lesungsprogramm.