Vision und Wahn 2014

Lesebühne Vision und Wahn 2014
Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und Thomas Manegold

Lesebühne Vision und Wahn 2014
Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und Thomas Manegold

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Vision und Wahn 2013

Lesebühne Vision und Wahn im Jahre 2013
Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und ToM Manegold

Bilder von Gert Schober, Marion Alexa Müller und ToM Manegold

Georg Weisfeld ist Robert Rescue

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Außerordentlicher Gast bei Vision und Wahn im Dezember.

Weil Herr Rescue ja bekanntlich jedes Mal, wenn das Jahr zu Ende geht, gemeinsam mit den anderen Brauseboy exzessiv jahresrückblickt, begrüßen wir an seiner Stelle am 1.12. 2014 Georg Weisfeld von den Brutusmördern.

Georg Weisfeld ist Kabarettist, Slampoet, Comedian, Pantomime, Improvisationstheaterschauspieler und Akrobat in einer Person. (Prophet ist er zudem auch noch, allerdings immer nur Dienstags.) Da er als all das seit 1994 in Berlin auftritt, gilt er als Urgestein der Kleinkunsszene, auch wenn das wegen seiner offensichtlichen Alterslosigkeit ein irreführender Begriff ist.

Zu Gast im Dezember: Thias Bene und Louisa König

keinemaerchen169Thias Bene tritt zusammen mit Louisa König bei Vision und Wahn am 1.12. 2014 im Periplaneta Literaturcafé auf und kredenzt uns Auschnitte aus seinem Lesungsprogramm „Eines schönen Todes“.

Thias Bene wurde 1981 in Halle an der Saale geboren und wuchs dort umgeben von Neubaublöcken und Neonazis auf. Kurz vor den Abiturprüfungen schmiss er die Schule und ging nach Jena, um Punk zu werden und Drogen zu nehmen. Sein Geld verdiente er als Bauarbeiter, Lottoverkäufer und Erotikchat-Admin. Während seines Zivildienstes in Bremen lernte er die Deutsche Gebärdensprache. 2006 kam Thias Bene nach Berlin, wo er eigentlich nie hinwollte. Hier widmete er sich weiter sehr intensiv seinem selbstzerstörerischen Lebensstil.
2008 verfiel er einer ungleich gesünderen Lebensweise. Er arbeitete mit gehörlosen und geistig behinderten Menschen, für ein Berliner Musiklabel und leitete verschiedene Theaterprojekte.
Als er 2014 Periplaneta auf der Leipziger Buchmesse besuchte, wurde zu einer spontanen öffentlichen Lesung gezwungen und anschließend nicht ausgelacht. Was unter anderem zu seinem Debüt, der Nichtmärchensammlung “Eines schönen Todes” führte. Mit den Geschichten aus dem Buch erarbeitete sich Thias Bene zusammen mit der Pianistin Louisa König ein Lesungsprogramm.

Zu Gast im Oktober: Masha Potempa und Frank Sorge

Masha Potempa

Masha Potempa

Masha Potempa  stammt aus dem Ruhrpott, studiert in Berlin und ist Musik-Poetin und Fotografin. (Sie sorgte unter anderem dafür, dass Autor David Wonschewski auf seinen Pressebildern so umwerfend gut aussieht.) Sie singt und spielt regelmäßig auf Poetry Slams und Lesebühnen und arbeitet gerade an ihrem ersten Album.

 

Frank Sorge

Frank Sorge
Frank Sorge begann in seinem Geburtsort Rödlitz mit dem Fußball. Im April 1965 kam er zum FC Karl-Marx-Stadt. Mit 20 Jahren schaffte er den Sprung in die Mannschaft des amtierenden DDR-Meisters. Sein erstes Oberliga-Spiel bestritt er während des achten Spieltages am 14. Oktober 1967 zu Hause gegen den 1. FC Union Berlin (3:2). Er spielte zu Beginn seiner Oberliga-Karriere im Mittelfeld. Später wurde Sorge als Verteidiger eingesetzt. Bis zu seinem Karriereende spielte er auf der Position des Liberos und des Vorstoppers. Sein letztes Oberliga-Spiel bestritt Frank Sorge am vorletzten Spieltag der Saison 1980/81 am 23. Mai 1981 bei Sachsenring Zwickau (0:1). Nach der Halbzeitpause wurde er gegen Gerd Pelz ausgewechselt. Zwischen 1967 und 1981 absolvierte Sorge insgesamt 272 Oberliga-Spiele (28 Tore). Außerdem kam er einmal in einem Nachwuchs-Länderspiel der DDR zum Einsatz. Als Trainer agierte Sorge beim FSV Krumhermersdorf. … (Wikipedia)

Nach der Wende wurde Frank Sorge dann zum Schriftsteller umoperiert  und zu einem der berühmten Brauseboys. Und als solcher ist er seit ca. einem Vierteljahrhundert wöchentlich auf deren Lesebühne zu bestaunen. Er erfüllt, zumindest in seinem Texten, fast alle Klischees eines Menschen, der in Berlin geboren wurde und im Wedding wohnt. Sein neuestes Werk ist zugleich der Thema unserer Oktober-Lesebühne: „Degeneration Internet.“

Florian Bald und Lisa Morgenstern

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Zu Gast bei der Vision und Wahn im September

Die Pianistin und der Autor haben die letzten Monate am selben Projekt gearbeitet und sich doch bisher nie persönlich getroffen. Florian Bald veröffentlicht in diesen Tagen seinen Roman „Ein behaarter Mond“, zu dem Lisa Morgenstern den Titeltrack komponiert hat…

Florian Bald, geboren 1975 in München, studierte Germanistik und Geschichte und lebt seit 2000 als Autor und Musiker in Berlin. Mit seiner Chansonpop-Band „Mathilda“ hat er seit 2005 drei Alben veröffentlicht, viele Konzerte gegeben und war auf langen Lesereisen unterwegs. Er schreibt für die Theaterbühne, für Hörspielverlage und textet Songs für andere Künstler. Im Handel sind von ihm das Hörbuch „Eva, Belmondo & ich“ sowie das Thriller-Hörspiel „Pavor“ erhältlich. Florian Bald schreibt inseinem Debüt-Roman „Ein behaarter Mond“ über die Vergänglichkeit von Ruhm, Liebe und Lebenslügen und wühlt dabei vergnüglich in den Abgründen und Marotten der Unterhaltungsindustrie.

WEBSEITE

Lisa Morgenstern ist eine junge deutsche Songwriterin, die in ihrem vergleichbar kurzen Leben schon so viel erlebt hat, wie es manch einer nicht mal in seinem ganzen Leben schafft. Klassische Klavierwettbewerbe, Bühnentanzstudium in Dresden, eine lange Reihe anderer künstlerischer Aktivitäten und zuletzt ein Leben nahe dem Einsiedlerdasein mitten im Nirgendwo. Mittlerweile in der Großstadt beheimatet, verarbeitet die Weltenbummlerin diese prägenden Eindrücke in einer Melange aus düsteren Pianostücken, sphärischer Elektronik und gefühlvollem Gesang. Ihre facettenreiche Stimme wechselt zwischen Zerbrechlichkeit, enormer Kraft und sanfter Schönheit. Mit “Amphibian” veröffentlichte sie ein im November 2013  ihr vielbeachtetes Debütalbum. Am 30.08. erscheint ihre neue EP „Metamorphoses“.

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Gary Flanell (Juli 2014)

Gary Flanell

Gary Flanell ist Off-Kultur Journalist aus Leidenschaft. Und ein würdevoll erwachsen gewordener, immer noch praktizierender Punkrock/ Independent Musiker. Geboren 1973 in der westfälischen Provinz, genauer gesagt in der Stadt, in der die Züge geteilt werden und der größte Elefant der Welt die Nacht beleuchtet, zog es ihn vor über zehn Jahren nach Berlin. Hier lebt und arbeitet als Journalist, Kulturarbeiter, Musiker und Radiomoderator.
Mr. Flanell vertreibt sich die Zeit bis zum Ende gern mit dem Sammeln von kaputten Musikinstrumenten, der Gründung klangvoller (fiktiver) Bands ohne Fans sowie der Herausgabe des RENFIELD-Magazins, des einzigen Fachorgans für Krims & Krams & Rock’n‘Roll. Jetzt ist er zudem auch Autor bei Periplaneta. Sein erstes Buch  heißt “Stuntman unter Wasser.
renfield-fanzine.blogspot.de

Thomas Franz (Mai 2014)

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Thomas Franz haben wir zum ersten Mal auf einer der vielen offenen Berliner Bühnen gesehen. Wie viele begnadete Künstler, so hatte auch er einTrauma, dass ihn antreibt. Er ist am Meer aufgewachsen und hatte als Kind einen Hamster. Es kam wie es kommen musste, das Tier verschwand eines Tages in den Wellen. Um den Verlust zu verarbeiten, begann Thomas schon früh, Lieder zu schreiben und damit aufzutreten. Außer über seinen verschollenen kleinen Freund singt er nun auch über rebellierende Schafe, über Chinesen im Fernsehen, und über Tattoos, die von selbst immer weiter wachsen. Musikalisch lässt sich Herr Franz dabei von eher melancholischen Bands wie Radiohead und den Flippers beeinflussen. Mit skurrilem Witz, Tragikomik und ironischer Gesellschaftskritik zieht er das Publikum in seinen Bann. Sein aktuelles Bühnenprogramm heißt ZWIEBACK FÜR DIE SEELE.

Kürzlich erst hat er mit dem spontanen Auftritt unter dem Motto „Das mit dem Hamster tut mir leid“ das Periplaneta Literaturcafé und seine Insassen nachhaltig gerockt. Wir sind Fans und außerordentliche entzückt, dass Herr Franz uns nun ein weiteres Mal beehrt!

Homepage: thomasfranzmusik.de
Foto: Michael Fandel

Clint Lukas (Mai 2014)

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Clint Lukas wurde 1985 in Neustadt an der Weinstraße geboren und lebt seit 2005 in Berlin. Er hat nichts studiert und keinen Beruf gelernt. Clint ist Surfpoet, Autor, Koch und Regisseur. Er arbeitete in Wien und Tel Aviv und  gilt als die „abgesägte Schrotflinte der Berliner Lesebühnen“. Sein Debüt Für die Liebe, für die Kunst  erschien 2011 als Buch mit CD bei Periplaneta . Es enthält die besten Stories aus zwei Jahren Lesebühne, gedruckt und als Hörspiel, vom Autor selbst vorgelesen. 2013 erschien sein erster Roman Das schwere Ende von Gustav Mahlers Sarg. Periplaneta wagte dabei das Husarenstück, das Buch zusammen mit Clints Film Koks und Nutten zu publizieren.

Webseite

 

Christoph Theußl (April 2014)

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Herr Theußl ist ein mittlerweile preistragendes enfant terrible der Liedermacherei. Er ist eigentlich aus Österreich, ging aber ins Berliner Exil, weil ihn in der Heimat keiner verstand. Hier in Deutschlands unheimlicher Hauptstadt haben wir ihn kennengelernt, mit ihm eine CD gemacht und viele schöne Veranstaltungen erlebt. Bis er… leider wieder nach München ging.

Im Pressetext heißt es unter anderem:

„Christoph Theussl hat sie gesehen, die Welt. Zumindest einen Teil davon. Und den zwar auch nur aus einem ganz bestimmten Blickwinkel, aber dennoch: nach intensiven Gesprächen mit seinem Steuerberater DDr. Griebner, seinem Agenten Paul Brendt, sowie der Raumpflegerin der Alternativheilpraxisgemeinschaft „Kling & Eggersdorfer“, Frau Junusovic – ist der österreichische Grenzschlenderer zum Schluss gekommen: die besten Lieder sind bereits schon geschrieben worden. Im Gegensatz zu den meisten, die diese Meinung ebenfalls vertreten, behauptet Theussl allerdings, dass ER es war, der sie geschrieben hat. Und ER wird auch vor nichts und niemandem zurückschrecken, diese Behauptung – gemeinsam mit Erna, seiner sechssaitigen Stahlsaitengitarre – durch stichhaltige Beweise zu untermauern.

Erwarten tut sie also ein aufschlussreicher Abend voller bekannter, aber auch weniger bekannter Melodien, sowie Geschichten, die die Erklärung dazu liefern, warum diese Lieder bis heute noch immer eher mit Namen wie „Simon & Garfunkel“, „AC/DC“, „Madonna“, „Tom Waits“, „The Beatles“ oder „Bruce Springsteen“ in Verbindung gebracht werden, anstatt mit dem, der sich wirklich dafür verantwortlich zeichnet: Christoph Theussl – the Styrian Hitfactory.“

foto: robert banfic